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Wo kommt Radon vor?

radon2Wo kommt Radon vor?

Darstellung von Vorkommen von RadonVorkommen von Radon

Radon kommt in unterschiedlichen Konzentrationen überall in unserer Umwelt vor.

Aus dem Untergrund von Gebäuden gelangt Radon auch in die Innenräume von Häusern, wo es sich anreichern kann. Insbesondere bei seltenem Lüften kann das zu hohen Radon-Konzentrationen führen, die gesundheitsgefährdend sind.

Die Radon-Konzentrationen im Boden, in der Luft und in Innenräumen sind lokal und regional unterschiedlich.

Radon im Boden

Wie sich Radon im Erdreich ausbreitet, hängt davon ab, wie durchlässig der Boden ist.

Bis zu einer Tiefe von zirka einem Meter beeinflusst auch die Witterung die Ausbreitung von Radon.

Radon kommt regional in unterschiedlicher Konzentration im Boden vor.

Beim radioaktiven Zerfall von Uran-238 in der Erde entsteht Radium, das wiederum zu Radon zerfällt. Ein Teil des Radons wird in die Poren der Böden und Gesteine freigesetzt. Je uranhaltiger der Boden ist, desto mehr Radon kommt darin vor.

Radon in Poren von Böden und GesteinenRadon im BodenRadon im Boden

Gemeinsam mit anderen Bodengasen gelangt Radon durch Strömungen und Diffusion aus dem Boden an die Erdoberfläche und wird in die Atmosphäre freigesetzt.

Witterung beeinflusst Radon-Konzentration im Boden

Bis zu einer Tiefe von weniger als einem Meter schwankt die Radon-Konzentration im Boden abhängig von den Witterungsverhältnissen erheblich:

So sorgen Regen, Schnee oder Frost dafür, dass die Poren der Böden und Gesteine sich verstärkt mit Wasser füllen bzw. einfrieren. Dadurch kann radonhaltige Luft schwerer aus dem Boden entweichen und bleibt dort; so dass die Radon-Konzentration in den obersten Schichten des Bodens steigt.

Auch bei steigendem Luftdruck erhöht sich die Radon-Konzentration im Boden: Der atmosphärische Druck drückt zusätzlich Luft aus der Atmosphäre in die Poren von Böden und Gesteinen und sorgt so dafür, dass die radonhaltige Luft den Boden schlechter verlassen kann und dort zurückbleibt. Bei fallendem Luftdruck wird verstärkt Radon freigesetzt.

Erst in tieferen Bodenschichten ist die Radon-Konzentration stabil. Je gasdurchlässiger der Boden ist, desto größer ist der Einfluss von Witterungsverhältnissen – und desto tiefer ist erst eine stabile Radon-Konzentration anzutreffen.

Radium, bei dessen Zerfall im Erdboden Radon entsteht, hat eine lange Halbwertzeit von etwa 1.600 Jahren. Durch diese lange Halbwertzeit ist die Radon-Konzentration in der Bodenluft auch längerfristig stabil. Ist die Radon-Konzentration an einem Standort bekannt, sind erneute Messungen deshalb nur sinnvoll, wenn größere Eingriffe im Untergrund vorgenommen wurden.

Bodenbeschaffenheit beeinflusst Ausbreitung von Radon

Je mehr Spalten und Risse der Untergrund aufweist, desto leichter breitet Radon sich aus. An manchen Stellen kann die Radonkonzentration in der Bodenluft deutlich über den für die Region typischen Werten liegen – zum Beispiel

an Klüften:

Klüfte sind geologische Verwerfungen im Boden, die Wegsamkeiten für Wasser bieten. Im Wasser gelöstes Radium, das beim Zerfall von Uran entsteht, kann sich an den Rändern von Klüften ablagern, wo es bei seinem radioaktiven Zerfall Radon freisetzt.

an Bergsenkungen:

An Bergsenkungen ist das Gestein in der Regel aufgelockert und damit durchlässiger für radonhaltige Bodenluft.

an der Grenze zweier Gesteinsarten:

Grenzen zwei verschiedene Gesteinsarten aneinander, kann sich dort mehr Uran als an anderen Stellen abgesetzt haben. Bei seinem Zerfall entsteht Radon.

Wie die Radonsituation beispielsweise an einem Bauplatz ist, können Bauherren oder Bauplaner bei Bedarf über das Baugrundgutachten ermitteln lassen.

Grundwasser transportiert Radon

Radon kann sich auch im Grundwasser lösen und mit diesem im geologischen Untergrund transportiert werden.

Wo kommt Radon in Deutschland im Boden vor?

In Deutschland sind die Konzentrationen von Radon im Boden unterschiedlich, da Uran und Radium-226, bei dessen Zerfall Radon entsteht, in Deutschland regional in unterschiedlichem Maße vorkommen. Das gilt auch für die Durchlässigkeit des Bodens.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat Karten zur regionalen Verteilung von Radon im Boden erstellt. Aussagen zu Einzelgebäuden oder Baugrundstücken sind aus den Prognosekarten niemals ableitbar.

Radon in Baumaterialien

In jedem Baumaterial aus natürlichem Gestein ist – abhängig von seiner geologischen Herkunft - ein natürlicher Anteil an Uran und Radium enthalten.

Zerfallen Uran und Radium, entstehen Radon und seine Folgeprodukte und werden aus dem Baumaterial ins Gebäude freigesetzt.

Messungen des BfS belegen, dass Baustoffe wenig zur Radon-Konzentration von Aufenthaltsräumen beitragen - üblicherweise wenige Becquerel pro Kubikmeter, meist deutlich unterhalb von 20 Becquerel pro Kubikmeter.

MauersteineBaumaterialBaumaterial

In jedem Baumaterial aus mineralischen Rohstoffen oder natürlichem Gestein ist – abhängig von seiner geologischen Herkunft - ein natürlicher Anteil an Uran und Radium enthalten. Zerfallen Uran und Radium, entstehen Radon und seine Folgeprodukte und werden aus dem Baumaterial ins Gebäude freigesetzt.

Radon ist nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Etwa fünf Prozent der Todesfälle durch Lungenkrebs in der Bevölkerung sind nach aktuellen Erkenntnissen auf Radon und seine Zerfallsprodukte in Gebäuden zurückzuführen.

Baumaterialien setzen eher wenig Radon frei

Das BfS hat marktübliche Baumaterialien wie Beton, Ziegel, Porenbeton und Kalksandstein untersucht und auch die Freisetzung (Exhalation) von Radon daraus gemessen. Der baustoffbedingte Anteil liegt üblicherweise bei wenigen Becquerel pro Kubikmeter, meist deutlich unterhalb von 20 Becquerel pro Kubikmeter. Damit sind Baumaterialien im Allgemeinen nicht die Ursache für erhöhte Radon-Konzentrationen in Innenräumen von Gebäuden.

Wieviel Radon aus Baumaterial austritt, hängt auch von der Beschaffenheit des Materials ab: Werden zum Beispiel Ziegel bei hohen Temperaturen gebrannt, verschließen sich die Poren im Baumaterial. So kann anschließend nur wenig Radon austreten. Bei ungebranntem Material wie zum Beispiel Lehmputz ist damit zu rechnen, dass mehr Radon austritt.

Gesetzliche Regelungen

Gesetzliche Regelungen zur expliziten Begrenzung der Radonfreisetzung aus Baumaterialien existieren nicht. Der Beitrag des Radons aus Baumaterialien soll jedoch nicht wesentlich zur Überschreitung der für Radon geltenden Referenzwerte beitragen.

Radioaktivitätsgehalt von Baumaterial soll ab 1.1.2019 begrenzt werden

Baumaterialien wie zum Beispiel Betonziegel bestehen üblicherweise aus Zuschlagsstoffen wie Sand, Kies, Ton, Kalk, Zement oder ähnlichem. Werden als Zuschlagstoffe Rückstände aus industriellen Prozessen wie zum Beispiel Schlacken aus der Metallverhüttung oder Schlämme aus der Wasseraufbereitung verwendet, die mehr Uran und Radium enthalten, kann sich die Menge des Radons, die aus dem Baumaterial ins Gebäude gelangt, erhöhen.

Das Strahlenschutzgesetz sieht in den Paragraphen 133-135 vor, dass ab 1. Januar 2019 der Radioaktivitätsgehalt aller Baustoffe begrenzt wird, die beim Bau von Aufenthaltsräumen verwendet werden. Seit 2001 hat die Strahlenschutzverordnung bereits einen maximalen prozentualen Anteil von Rückständen aus industriellen Prozessen in Baumaterialien vorgegeben. Künftig umfasst die Prüfung des Radioaktivitätsgehalts auch natürliche mineralische Rohstoffe, die erhöhte Uran- und Radiumgehalte aufweisen können. Dadurch wird auch radioaktives Radon, das beim Zerfall von Uran und Radium aus Baumaterial freigesetzt werden kann, beschränkt.

 

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